555 Tage, die unser Leben verändert haben

Wer im Februar gründet, muss zu den runden Jahrestagen immer frieren. Deshalb haben wir unser erstes «offizielles» Jubiläum kurzerhand verschoben und eine kleine Schnapszahlfeier daraus gemacht.

tinkla-555-tage-fragen-antwortenIhr kennt bestimmt alle dieses eigenartige Verhältnis zu Zeit, das sich manchmal einstellt: Etwas scheint erst gestern gewesen zu sein und trotzdem ewig her, weil in der Zwischenzeit so viel passiert ist. Etwa so geht es uns mit dem 2. Februar 2015: Das war ja erst letztes Jahr, aber gleichzeitig haben wir in der Zwischenzeit so viel erlebt, dass wir über die Jahreszahl immer stolpern und uns wundern.

Seit wir damals die FAQ zur Gründung* beantwortet haben, sind weitere 550 Tage vergangen. Fragen gibt es immer noch – das haben wir auch gestern beim Feiern mit unseren Gästen gehört – aber die haben sich natürlich verändert. Und deshalb dachte ich mir, ich erzähle euch einfach mal, wie es uns so ergangen ist in der Zwischenzeit.

1. Was habt ihr jetzt eigentlich so gemacht seit eurer Gründung?

Viel von dem, was wir uns vorgenommen hatten: Nachdenken über strategische Aspekte und Ausrichtung von Webprojekten, viel Beratungs- und Konzeption. Was uns besonders freut, ist, dass unsere Erfahrung und Expertise auch immer wieder für Review- und Audit-Aufgaben herangezogen wird, beispielsweise zur Optimierung von Lead-Prozessen oder der Weiterentwicklung von Community-Plattformen.

Ausserdem konnten wir einen Bereich ausbauen, den wir schon immer sehr mochten, nämlich das Aus- und Weiterbilden von Menschen. Im letzten Jahr durften wir in ein paar ziemlich coolen Inhouse-Schulungsreihen einige Teams fit machen; unter anderem dafür, wie Content Marketing und Social Media ihre zukünftige Arbeit verändern und formen werden oder wie sie ihre Fachgebiete spannend und leserfreundlich verpacken können. Das fanden wir toll und haben auch schon wieder ein paar interessante Aufgaben vor uns.

2. Wolltet ihr nicht umziehen?

Naja, so halb. Die spontane Lösung mit dem Citizen Space hat sich als dauerhafter erwiesen, als wir das erwartet hatten – insbesondere, nachdem die Verdoppelung der Gesamtfläche im letzten Sommer auch mehr Infrastruktur in Form von Aufenthalts- und Sitzungsräumen und die Königin aller Kaffeemaschinen mit sich brachte. Die verkehrsgünstige Lage und unsere netten Nachbarn tun ihr übriges: Wir sind jetzt erst mal hier, und wenn es irgendwann mal Zeit zum weiterschauen ist…, ja, dann schauen wir halt.

3. Euer grösstes Learning aus den ersten 555 Tagen?

Ich glaube, das grösste Learning war das über unser Selbstverständnis als Dienstleister. Aus unseren vorangehenden Jahren mit einem mehr oder weniger Full-Service-Portfolio sahen wir uns initial als eine Art Generalunternehmung: Bring mir dein Problem und ich organisiere dir eine Gesamtlösung. Das hat sich über die Zeit geändert: Mit unserem Beratungsfokus können wir Kundinnen und Kunden tatsächlich besser und unabhängiger beraten, wenn wir genau diese Funktion einnehmen, die des Beraters und Begleiters.

Und dann haben wir natürlich auch ganz viele kleine Dinge dazu gelernt. Zum Beispiel, dass es irgendwie schwierig ist, wenn vier Personen dieselbe Telefonnummer haben. (Für uns nicht so, aber für die, die anrufen.) Das werden wir wohl bei Gelegenheit mal anders regeln.

4. Was war das Coolste?

In no particular order:

  • Sehr vieles von der ganzen interessanten und herausfordernden Arbeit, die wir machen durften.
  • Wieder mehr (gedankliche) Freiräume zu haben – sei es für den Content Production Day, das jährliche #probiereinbier oder, oh!, wir drucken jetzt auch manchmal Dinge, die wir gedruckt einfach schön finden.
  • Cheesy, aber: Dieses «Baby» wachsen und gedeihen zu sehen, das ist schon toll.

5. Hand aufs Herz – würdet ihr alles wieder genauso machen?

Wir fänden bestimmt immer Einzelheiten, wo man etwas noch ein bisschen schlauer hätte anpacken können. Aber falls ihr wissen wolltet, ob wir uns nochmals gleich entscheiden würden: Auf jeden Fall! Wir sind sehr zufrieden und glücklich mit den vergangenen eineinhalb Jahren und freuen uns auf die, die vor uns liegen.

Zusatzzahl: Und habt ihr denn immer noch Zeit für mich und mein Problem?

Nicht immer noch am selben Tag. ;-) Aber ja, für ein spannendes Projekt finden wir immer Zeit und Ressourcen.

* Dort könnt ihr übrigens auch nachlesen, woher unser Name kommt, wenn ihr das nicht längst wisst.

tl;dr

  1. Konzeption, Beratung, Schulung zu digitalen Themen. Und viel Spass gehabt.
  2. Ist viel weniger dringend, als wir dachten.
  3. Unsere neue Arbeitsform als Beratungspartner zu finden.
  4. Mehr Luft zum Denken und Ausprobieren.
  5. Jawohl!

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