Der Redaktionsplan: Steuerungsinstrument im Content Marketing

Der Redaktionsplan ist Dreh- und Angelpunkt der Content-Marketing-Aktivitäten. Wir zeigen, was es dafür braucht und stellen ein Muster als Download zur Verfügung.

(Bild: marfis75 bei flickr.com / CC)

(Bild: marfis75 bei flickr.com / CC)

Karin hat es in ihrem Beitrag über Content Marketing schon gesagt: «Mehr ist nicht mehr». Einfach wild auf allen Plattformen zu publizieren und dabei die eigenen Ziele, die Zielgruppe und deren Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren, bringt nichts. Nicht der Zielgruppe, nicht dem eigenen Team und auch nicht den Unternehmenszielen.

Um einen Überblick über die verschiedenen Plattformen und Aktivitäten zu behalten, ist ein Koordinations- und Planungsinstrument gefragt. Der Redaktionsplan ist dafür bestens geeignet – ganz egal, ob als ausgefuchstes Online-Tool oder als simple Excel-Tabelle.

Mehr Übersicht und Verbindlichkeit

Mit einem Redaktionsplan lassen sich Schwerpunkte setzen, Themen planen, Verantwortlichkeiten regeln und – last but not least – Publikationsdaten festlegen. Damit er als Steuerungsinstrument funktioniert, sollte er die Antwort auf die folgenden sieben Fragen liefern:

1. Wann soll ein Beitrag publiziert werden?

Durch saubere Planung wird die Publikationsfrequenz ersichtlich. Wir empfehlen, mindestens einen Monat im voraus zu planen. Idealerweise ist der Plan so aufgestellt, dass Platz für spontane Inhalte bleibt.

2. Wer ist für das Erstellen des Beitrags verantwortlich?

Je nach Unternehmen und Themen ist es nicht möglich, dass eine Person alle Aufgaben – von der Redaktionsleitung bis zum Fotografieren – übernimmt. Falls mehrere Personen in die Beitragsproduktion involviert sind, helfen klare Rollen und Verantwortlichkeiten dabei, Missverständnisse zu vermeiden.

3. Bis wann muss der Autor seinen Beitrag der Redaktionsleitung abgeben?

Zwischen der Abgabe des Beitrags an die Redaktionsleitung und der Publikation auf einer Plattform braucht es je nach Beitragsart noch etwas Zeit, z. B. zum Erfassen oder Gegenlesen eines Textes. In solchen Fällen macht es Sinn, ein Abgabedatum festzulegen, das einige Tage vor dem Publikationsdatum liegt. So bleibt genügend Zeit, falls noch Fragen mit Fachspezialisten geklärt werden müssen.

4. Wer kontrolliert und publiziert den Beitrag?

Eine Person, üblicherweise der Redaktionsleiter, ist dafür verantwortlich, dass Texte keine Fehler enthalten, die Bildrechte für ein verwendetes Bild vorhanden sind und das Bild zum CD des Unternehmens passt.

5. Für welche Plattform(en) ist der Beitrag vorgesehen?

Es ist nicht zwingend, dass für jede Plattform eigene Inhalte produziert werden. Oft ist es sinnvoll, Beiträge mehrfach zu verwenden – jeweils passend für die Plattform aufbereitet.

6. Welcher Themenkategorie wird der Beitrag zugeordnet?

Diese Spalte im Redaktionsplan hilft, die Übersicht über Themenschwerpunkte und somit einen roten Faden zu behalten. Kommt eine Kategorie zu kurz, ist dies im Redaktionsplan sofort ersichtlich und die Redaktionsleitung kann entsprechende Massnahmen ergreifen.

7. Worum soll es im Beitrag gehen?

Dank einigen Stichworten können sich alle daran erinnern, was die Idee des geplanten Beitrags ist. Sie sind eine Gedächtnisstütze und etwas aussagekräftiger als ein Arbeitstitel.

Nebst diesen sieben Fragen gibt es verschiedene Angaben, die individuell nach Unternehmen ergänzt werden können. Ich kenne beispielsweise Unternehmen, die mit folgenden Zusatzspalten arbeiten:

  • Partner / Lieferanten / Sponsoren, die erwähnt werden sollen
  • Links zu Informations- und Bildquellen
  • Laufwerk, wo das Datenmaterial abgelegt wird
  • Spalte für Bemerkungen
  • Kontaktperson (z.B. Spezialist zum Thema, Produktionsmitarbeiter) falls Fragen zum Inhalt auftauchen

Muster zum Download

Denkt daran: Je klarer der Redaktionsplan aufgebaut ist, desto einfacher wird es für alle Beteiligten, damit zu arbeiten. Ein Redaktionsplan kann auch zu viele Informationen enthalten. Dann wird er unübersichtlich und nutzlos. Deshalb gilt für jedes Team: Findet für euch raus, welche Angaben Sinn machen und entwickelt den Plan ständig nach euren individuellen Bedürfnissen weiter.

Zur Inspiration haben wir einen Muster-Redaktionsplan ausgearbeitet, den ihr als Excel-Tabelle oder als PDF-File herunterladen könnt.

Update, Dezember 2016

Auf Input von Katja Imme (Danke!) habe ich eine zweite Variante erarbeitet, bei der die Zeitachse auf der X-Achse ist. Auch diese Version steht zum Download als Excel-Tabelle bereit.

tl;dr

Das Publizieren von Inhalten auf verschiedenen Plattformen ist für Unternehmen eine grosse Herausforderung. Der Redaktionsplan hilft, die Orientierung zu behalten, Schwerpunkte zu setzen und Verbindlichkeiten festzulegen.

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  1. Pingback: Redaktionsplanung im Flow mit Kanban – Tanja Huber – Spielplatz

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