Video: Das Live-Studio fürs kleine Budget

Mit einem Smartphone lassen sich ganz ausgezeichnete Videos drehen. Was aber braucht ihr, wenn ihr eure Video-Produktionen einen Schritt weiterbringen möchtet? Ein Equipment-Vorschlag für professionelles Livestreaming.



.

von Andrin Egger, Co-Founder von 42am

.

.

Bewegtbild ist heute ein Standardformat im Content Marketing. Livestreaming-Features bei Facebook, Instagram oder YouTube bieten zusätzliche Möglichkeiten. Dank ausgezeichneter Hardware reicht für viele Aufzeichnungen bereits ein einziges Smartphone. Und selbst wer etwas mehr möchte, kann mit vergleichsweise kleinem Budget ein nahezu professionelles Livestudio aufbauen.

Das mobile Livestudio

Wir haben für solche Fälle unseren Setup-Vorschlag «Easy Producer» zusammengestellt. Der Easy Producer ist ein Livestudio mit Geräten aus dem Consumer-Bereich. Die zu erzählende Geschichte soll nicht an fehlendem technischen Know-how scheitern. Die Geräte kennt man meist aus dem Alltag, und sie sind simpel in der Bedienung.

Der Easy Producer eignet sich für ein Video mit zwei auftretenden Personen, also etwa einem Gast und einem Moderator. Es lassen sich damit aber auch Erklärvideos oder CEO Talks drehen. Oder eben Livestreams auf Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube. Das Setup liefert HD-Videoqualität, ist mobil und funktioniert ohne Lüftergeräusche. Die Kosten liegen je nach Hardware bei einigen tausend Franken. Das sind die Bestandteile:

1. Die Kameras

Zwei oder allenfalls drei Smartphones dienen als Kameras. Sie stehen jeweils auf einem Stativ und fangen verschiedene Perspektiven ein.

2. Der Regieplatz

Die Smartphones sind via WLAN mit einem Tablet verbunden. Eine App auf einem iPad dient als Regiestudio. Während des Livestreamings können so die Einstellungen beziehungsweise die Quellen gewechselt werden. Switcher Studio zum Beispiel ist eine App für iOS, die den Regieplatz auf das Tablet bringt.

3. Quelle für Visuals und Einblendungen

Eine weitere Quelle, meist ein Laptop, wird mit der App auf dem Tablet verbunden. Damit kann die Regie zum Beispiel Visuals aus Powerpoint in den Livestream einblenden.

4. Mikrofon und Audiomischer

Fast das wichtigste bei einem Video ist der Ton. In unserem Vorschlag nutzen wir Kabel-Mikrofone. Diese verbinden wir mit einem Audiomischer, der wiederum mit dem Regiestudio auf dem iPad verbunden wird.

5. Das Licht

Heutige Smartphone-Kameras können einer professionellen Videokamera durchaus das Wasser reichen. Einzige Voraussetzung dafür: Wir benötigen gutes und vor allem genügend Licht. Es lohnt sich, in einige Leuchten zu investieren.

Schematisch aufgezeichnet sieht das so aus:

(Darstellung: 42am)

Natürlich ist das bloss eine von unzähligen Varianten, wie man sein Corporate-Video-Studio aufbauen kann. Wer seinen Bedarf genau evaluieren möchte, kann sich an eine Reihe von Fragen halten. Sie helfen herauszufinden, was man für den individuellen Fall benötigt:

  • Was für Formate möchte ich aktuell anbieten?
  • Was für Formate will ich zukünftig produzieren?
  • Für welche Ausspielkanäle produziere ich?
  • Werden die Videos noch weiter verwertet?
  • Wie schnell muss ich reagieren können?
  • Wie flexibel soll die Produktionsumgebung sein?
  • Über welches Know-how verfügen die zukünftigen Produzenten?
  • Wie gross ist mein Budget?
  • Wieviel Ressourcen kann ich für die Betreuung eines solchen Systems aufwenden?

Wer mehr wissen will: Andrin von 42am sitzt neben uns im citizen space hier in Zürich. Bei einem Kaffee erklärt er gerne mehr.

tl,dr

Mit etwas Budget sowie dem Wissen, wie ein Smartphone und ein Tablet funktionieren, kannst du ein semi-professionelles Live-Video-Studio betreiben.

  • Veröffentlicht in: Web

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Facebook Live: Mit ein bisschen Planung gar nicht so schwer - Olivia Menzi

Schreibe einen Kommentar